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Daugendorf

"Taugindorf", schon 805 genannt, gehörte damals den Alaholfingern, die ihren Besitz dem Kloster St. Gallen
schenkten. Mit der frühen Erwähnung der Existenz einer Ansiedlung in unmittelbarer Nähe zur Donau ist Daugendorf eines der ältesten Orte der Umgebung. Vermutlich war die Hauptachse des Dorfes früher der alte Postweg von Riedlingen nach Ulm.

Von 1441 bis 1802 war das Kloster Zwiefalten alleiniger Ortsherr. Danach kam die Ortschaft an Württemberg.
Ab 1807 unterstand Daugendorf dem neu errichteten Oberamt Riedlingen und wurde am 01.05.1972
schließlich Stadtteil von Riedlingen.

1767 ließ Abt Nikolaus II. von Zwiefalten die Pfarrkirche im Barockstil neu erbauen, wobei vom 1409 errichteten
Kirchenbau der Turm belassen wurde. Besonders sehenswert sind die Freskenmalereien der Gebrüder
Batolomeo und Carolo Scotti (um 1770) in illusionistischer Architekturmalerei, in der thematisch “Das verlorene
und wieder gewonnene Heil“ seine Darstellung findet. Auf den beiden Nebenaltären sind Bilder des Malers
Matthäus Zehender (1681) erhalten.

Fresko in der St. Leonhard-Kirche

An der östlichen Kirchhofmauer befindet sich das Pfarrhaus mit
seinen besonders auffallenden Gesimsen. Außerdem
umstehen die Kirche einige beeindruckende Fachwerkhäuser.
150m südlich der Kirche St. Leonhard liegen die Reste eines
Burgstalls, ein 4 bis 5 Meter hoher Burghügel mit einer Oberfläche von 15 x 20 Metern, sowie Reste eines
Burggrabens. Es sind die einzigen Überbleibsel der
abgegangenen Wasserburg Daugendorf.

Am Ufer der Kanzach steht an der Einmündung in die Donau die Fischermühle. Die dazugehörige Ehe- oder
Dreifaltigkeitskapelle aus dem 16. Jahrhundert wurde wegen der immer wiederkehrenden Hochwassergefahr
abgebaut. Nach originalgetreuem Vorbild und den Originalmaßen, jedoch aus anderem Material wurde sie
Ende der 1980er Jahre beim Friedhof neu errichtet.

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