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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) 2021

Fördermöglichkeiten von Investitionen von Gewerbetreibenden und Privatpersonen

Das Ministerium Ländlicher Raum hat das Jahresprogramm 2021 zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) ausgeschrieben. Grundlage ist die Verwaltungsvorschrift zum Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum – ELR – vom 09.07.2014, ergänzt am 19.04.2016 (www.mlr.baden-Würtemberg.de, Stichwort „ELR“ und Gemeinsames Amtsblatt Nr. 5 vom 25. Mai 2016).

Das ELR bietet Gemeinden vor allem in den Ländlichen Räumen ein breites Förderangebot, um die ökologische und soziale Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen. Gefördert werden Projekte, die lebendige Ortskerne erhalten, die zeitgemäßes Leben und Wohnen ermöglichen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern sowie zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen.

Die Förderschwerpunkte:

„Wohnen“

Um was geht´s ?
Eine wichtige Erkenntnis der Modellvorhaben zur Eindämmung des Landschaftsverbrauchs durch Aktivierung der innerörtlichen Potentiale (MELAP, MELAP PLUS) ist, dass angesichts sinkender Bevölkerungszahlen und einer Zunahme leerstehender Gebäude in vielen Dörfern im Innenbereich genügend Fläche für die Ortsentwicklung vorhanden ist. Deshalb konzentriert sich das Jahresprogramm 2021 noch stärker auf die Innenentwicklung und die Belebung der Ortskerne. Im Zuge dessen steht dem Förderschwerpunkt „Wohnen“ im Programm 2021 die Hälfte aller zur Verfügung stehenden Fördermittel zu. Besonders im Fokus der Innenentwicklung stehen Projekte, die zur innerörtlichen Nachverdichtung beitragen, also vorrangig Umnutzungen leerstehender Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken im Ortskern.

Wie wird gefördert?
Schaffung von Wohnraum innerhalb der historischen Ortslage durch
- Umnutzung vorhandener Gebäude
- Maßnahmen zur Errichtung zeitgemäßer Wohnverhältnisse (umfassende Modernisierung Wohnfeldverbesserung)
- ortsbildgerechte Neubauten in Baulücken (dorfgerecht u. maßstäblich)
- vorbereitende Maßnahmen für die Baureifmachung von Grundstücken.

Der Fördersatz beträgt 30 %, im Falle einer Umnutzung bis max. 50.000 Euro, im Übrigen bis max. 20.000 Euro je Wohneinheit (min. 3 Zimmer und 70 qm). Mietwohnung zur Fremdvermietung in Neubauvorhaben können weiterhin nicht gefördert werden. Eine Förderung im Schwerpunkt „Wohnen“ können nur Gebäudebesitzer in den Teilorten erhalten, da in der Kernstadt ein Sanierungsgebiet ausgewiesen ist. Eine erhöhte Förderung um 5%- Punkte können Projekte mit innovativen Holzbaulösungen in der Tragwerkskontruktion erhalten.

„Grundversorgung“

Um was geht´s?
Die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor für den Ländlichen Raum. Vor allem Dorfläden, Metzgereien und Bäckereien sowie Dorfgasthäuser sind wichtige Einrichtungen zur Grundversorgung. Ein besonderes Augenmerk muss hierbei auf die Dorfgasthäuser gerichtet werden. Die Gastronomie dient besonders im Ländlichen Raum nicht nur der Versorgung und der Verpflegung der Bevölkerung, sondern ist für die Menschen vor Ort auch wichtiger Treffpunkt für gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Neben dem Förderschwerpunkt Innenentwicklung/Wohnen haben Projekte im Förderschwerpunkt Grundversorgung weiterhin hohe Priorität.

Wie wird gefördert?
Private Maßnahmen im Förderschwerpunkt „Grundversorgung“ können mit bis zu 20 % der zuwendungsfähigen Aufwendungen gefördert werden. Der Höchstbetrag pro Maßnahme beträgt 200.000 Euro.

„Arbeiten“

Um was geht´s?
Es werden kleine und mittlere Unternehmen zur Sicherung und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen, vorrangig in Verbindung mit der Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern gefördert. Bitte beachten Sie, dass eine Förderung nur für Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern möglich ist!

Wie wird gefördert?
Bei privat-gewerblichen Vorhaben beträgt der Fördersatz
- bis zu 15 % der zuwendungsfähigen Aufwendungen für strukturell bedeutsame Vorhaben wie z.B. die Verlagerung von Unternehmen aus Gemengelagen oder die Reaktivierung von Gewerbe- und Militärbrachen,
- im Übrigen bis zu 10 % der zuwendungsfähigen Ausgaben.
Eine erhöhte Förderung um 5%-Punkte können Projekte mit innovativen Holzbaulösungen in der Tragwerkskonstruktion erhalten.

Allgemeines:

Nicht zuwendungsfähig sind z.B. Mietwohnungen in Neubauvorhaben, Mehrwertsteuer, Fahrzeuge mit Straßenzulassung oder Investitionen, die über Mietkauf, Leasing oder vergleichbare Mittel finanziert werden.
Der reine Grunderwerb, sowie der Anteil des Bodenwerts beim Erwerb von Gebäuden ist nicht förderfähig.

Mit dem ELR sollen zudem bioökonomiebasierte Bauweisen gefördert werden. Dazu zählt die Anwendung ressourcenschonender, CO2 bindender Baustoffe wie Holz. Zukünftig erhalten alle ELR Projekte, die überwiegend nachwachsende Rohstoffe als Baustoff einsetzen- in der Regel dürfte das vor allem Holz sein-, einen um 5% -Punkte erhöhten Fördersatz. Der Einsatz von CO2 bindenden Baustoffen ist mit der Antragstellung nachzuweisen.

Anträge auf Aufnahme in das ELR Förderprogramm 2021 können ausschließlich bei der Stadt Riedlingen gestellt werden. Die Antragsformulare können bei der Stadtverwaltung oder bei den Ortsverwaltungen abgeholt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, sich die Formulare von der Internetadresse der Regierungspräsidien (www.rp-baden-wuerttemberg.de) oder der Stadt Riedlingen (www.riedlingen.de) auszudrucken. Hier finden Sie zudem weitere Informationen.

Eine Förderung Ihres Vorhabens ist nur bei fristgerechtem Einreichen Ihres Antrags bei der Stadt Riedlingen möglich. Wir bitten Sie deshalb darum, Ihren Antrag vollständig bis spätestens

30. August 2020
bei der Stadtverwaltung Riedlingen einzureichen.

Bitte beachten Sie zudem, dass die Entscheidung zur Förderung nicht von der Stadt Riedlingen getroffen wird. Diese ist nur koordinierende Stelle.
Wir weisen zudem ausdrücklich darauf hin, dass mit der Baumaßnahme erst dann begonnen werden darf, wenn die Bewilligung vorliegt. Der Beginn der Baumaßnahme vor der Bewilligung führt zur Streichung des Zuschusses.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Ortsverwaltung oder an die Stadtverwaltung Riedlingen, Frau Breimayer (Tel. 07371/183-46, E-Mail: sbreimayer@riedlingen.de). Gerne sind wir bereit, Ihr Vorhaben bei Bedarf mit dem Regierungspräsidium auf die Fördermöglichkeit abzuklären.

Nähere Informationen zur Förderung von EFRE- Innovationsinfrastrukturen erhalten Sie auf www.efre-bw.de unter Förderung/Innovationsinfrastruktur.

ELR

Ziel und Zweck

  • Lebens- und Arbeitsbedingungen in Gemeinde durch strukturverbessernde Maßnahmen zu erhalten und fortzuentwickeln
  • Entgegenwirkung der Abwanderung
  • Abfederung des landwirtschaftlichen Strukturwandels
  • ELR ist das Instrument zur Förderung der Dorfentwicklung in Baden-Württemberg
Zuwendungsempfänger
  • Gemeinden
  • Natürliche Personen
  • Juristische Personen, Personengemeinschaften und Personengesellschaften

Zuwendungen werden gewährt für strukturverbessernde Maßnahmen in ländlich geprägten Orten.
Insbesondere wird Wert auf eine Strukturverbesserung des gesamten Ortes und die Stärkung des Ortskernes gelegt. Folgende Maßnahmen erhalten den Vorzug:

Zuwendungsvoraussetzungen
  • Maßnahmen, die die Innenentwicklung vorantreiben
  • die Umnutzung besehender Gebäude
  • die Schließung von Baulücken und
  • die Entflechtung unverträglicher Gemengenlagen

Förderschwerpunkte

Wohnen:
Schaffung von Wohnraum innerhalb der historischen Ortslage durch Umnutzung vorhandener Gebäude und ortsbildgerechte Neubauten in Baulücken sowie Maßnahmen zur Erreichung zeitgemäßer Wohnverhältnisse (Modernisierung, Wohnumfeldverbesserung) einschließlich Grunderwerb und vorbereitende Maßnahmen wie Baureifmachung von Grundstücken. Gefördert werden 30% der zuwendungsfähigen Aufwendungen (je Wohnung, einschl. Grunderwerb) im Falle der Umnutzung bis max. 40.000 €, im Üpigen bis max. 20.000 €. Eigenleistungen werden nicht bezuschusst.

Grundversorgung:
Sicherung der Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen. Gefördert werden max. 20% der zuwendungsfähigen Aufwendungen.
 
Arbeiten:
Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in kleineren und mittleren Unternehmen, v. a. in Verbindung mit der Entflechtung unverträglicher Gemengenlagen, der Reaktivierung von Gewerbepachen u. Errichtung von Gewerbehöfen, einschl. Grunderwerb und vorbereitende Maßnahmen wie Baureifmachung von Grundstücken sowie die dazu notwendige innere Erschließung von Gewerbegebieten.
Voraussetzung für die Förderung von privaten Vorhaben im Förderschwerpunkt „Wohnen“ ist eine Erhebung der Gebäudeleerstände und Baulücken sowie die Vorlage einer Nutzungskonzeption dafür.

Nicht zuwendungsfähig sind u.a.:
  • Fahrzeuge, reine Ersatzinvestitionen, reine Maschineninvestitionen ohne nachgewiesene strukturelle Effekte
  • Mietwohnungen in Neubauvorhaben
  • Grunderwerb zwischen Angehörigen
  • die Mehrwertsteuer
  • Eigenleistungen

Die Zuwendung erfolgt als Anteilsfinanzierung in Form eines Zuschusses oder eines zinsverbilligten Darlehens der L-Bank mit gleichem Subventionswert.

Antragsverfahren

Modernisierung/ Sanierung/ Umnutzung/ Baulückenschluss
  • Rückgabe Antragsformular (Formblatt ELR -) ausgefüllt 5-fach
  • Rückgabe Projektbeschreibung 1-fach
  • Bild des Objekts
  • Hinweis auf Beachtung der Kriterien zum verbesserten Wärmeschutz, umweltfreundlichere Bauweise,… (bei Formblatt Projektbeschreibung Wohnen unter strukturelle Aspekte zur Begründung)
  • Kostenschätzung (nach DIN 276, Teil2 gegliedert)
  • Evtl. Wohnflächen-/ Nutzflächenberechnung
  • Evtl. Planunterlagen
Gewerblich
  • Rückgabe Antragsformular 1-fach
  • Rückgabe Erklärung zur „De-minimis-Regel“
  • Kostenschätzung
  • Betriebsbeschreibung
  • Evtl. Planunterlagen
  • Evtl. Verlagerungsbescheinigung, wenn Betrieb bisher in einer anderen Gemeinde besteht

Antragsformulare sowie Bekanntmachungen und Verwaltungsvorschriften:

www.rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR