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Alfred Mendler

Selbstbildnis 1923

Arzt und Maler
* 1879 Riedlingen
† 1955 Ulm
 
Alfred Mendler kam als Sohn des Oberamtsdieners Martin Mendler in Riedlingen zur Welt. Seine Kindheit verbrachte Mendler in Riedlingen und besuchte hier auch die Volksschule, ehe er an das Gymnasium in Ravensburg wechselte. Nach dem Abitur studierte er Medizin in Tübingen, Berlin, München und Straßburg.
 
1905 ließ sich Mendler als Facharzt für Orthopädie in Ulm nieder. 1911 gründete er in Ulm eine Privatklinik, die er nach seiner Frau Johanna „Johanneum“ nannte. Im ersten Weltkrieg war Mendler Chefchirurg und Oberstabsarzt im Kriegslazarett Dieuze in Lothringen, danach Mitarbeiter bei Professor Ferdinand Sauerbruch in München. Ab 1940 hatte er neben seiner eigenen Kliniktätigkeit als Chefchirurg das Standortlazarett in Ulm zu versorgen.
 
1949 wurde Mendler zum Professor durch das Land Baden-Württemberg ernannt. Er trat 1954 mit 75 Jahren in den Ruhestand und starb kurz darauf am 23. Februar 1955 in Ulm.
Professor Dr. Alfred Mendler gilt bis heute als Original. Er war nicht nur ein hervorragender Arzt, sondern schaute seinen Patienten und Patientinnen auch aufs „Maul“. Viele Geschichten sind überliefert, die in der Schrift „Mendleriana“ gesammelt sind.
 
Seine weitere Leidenschaft galt der Malerei. Man sagt, manchmal habe er seine Patienten erst gemalt, bevor er sie behandelte. Er malte meist in Öl. Zahlreiche Landschaftsbilder, Portraits und Stillleben sind erhalten.

Foto und Text: Winfried Aßfalg