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Maria Elisabeth Stapp

Martinusbrunnen in Weingarten

Bildhauerin
* 20. Februar 1908 Riedlingen
† 26. April 1995 Althausen

Maria Elisabeth Stapp kam als Tochter des Kaufmanns Philipp Stapp im Hause Haldenstraße 12 zur Welt. Die Eltern betrieben ein Geschäft für Haushaltswaren. Bereits sechsjährig verzog Maria Elisabeth Stapp mit ihren Eltern nach München und wurde dort später Schülerin bei Professor Henselmann. Obwohl ihr Riedlinger Aufenthalt nur wenige Jahre dauerte, habe ihr stets daran gelegen, Riedlingerin zu sein, sagte sie des Öfteren.

In München war Maria Elisabeth Stapp Mitbegründerin der geistlichen „Venio“ Bewegung und sie war Benediktiner - Oblatin in Beuron mit dem Ordensnamen Hermana. Auch deshalb las sie bis zu ihrem 80. Lebensjahr täglich das Brevier. Aus dieser Spiritualität heraus wuchs ihr künstlerisches Werk, das sich „musisch und rhythmisch, echt fraulich und mit erfreulicher Potenz“ auszeichnet (Hugo Schnell). Ihr Leben in Frömmigkeit und Religiosität hat sich in ihrem Werk ausgedrückt.

Schon sehr früh traf sie auch mit Karl Caspar in München zusammen. Er gilt als Pionier der Erneuerung christlicher Kunst im 20. Jahrhundert. Mit ihm und dem Maler Gebhard Fugel sowie dem Theologen Joseph Weiger gründete sie in München die Vereinigung "Oase", aus der heraus sich neues Gedankengut für die Erneuerung christlicher Kunst entwickelte, das im II. Vatikanischen Konzil mündete. Ihre Werke sind Pionierarbeiten moderner religiöser Kunst. Elisabeth Stapp starb am 26. April 1995 im Altersheim Altshausen

Foto und Text: Winfried Aßfalg