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Ergebnisse aus dem Gartenschau 2035 Planungsworkshop in Riedlingen

Die Stadtverwaltung hat am Donnerstag, 12. Mai 2022 gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Planstatt Senner einen Planungsworkshop für interessierte Bürger:innen moderiert.

Hindenburgstraße

Gemeinsam sollen, auch im nächsten Workshop im Oktober, die 30+ Maßnahmen aus der Bewerbung zu umsetzbaren Projekten entwickelt werden, die in einem Rahmenplan gebündelt werden. Die fünf Arbeitsgruppen wurden jeweils von einem Experten oder einem Expertenteam moderiert und die Arbeitsergebnisse am Ende vorgestellt.

Als Hauptzugang vom Bahnhof in die Altstadt übernimmt die Hindenburgstraße eine zentrale Aufgabe des Ankommens in Riedlingen und wurde daher von der Gruppe am Workshop-Abend auch „live“ begangen. Zur Demonstration, was durchdachte Gestaltung leisten kann, wurden kurzzeitig Bäume auf Paletten am Anfang und Ende einer Querungshilfe zwischen den Bushaltestellen aufgestellt, die den Straßenraum optisch unterbrechen könnten. Weiter ging es hauptsächlich um Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, den Ankunftsbereich beim Stadthallenareal, Beleuchtung, Bepflanzung und Lärmschutz.

Es wurde hervorgehoben, dass das „kleine Paradies“ der Mißmahl’schen Anlagen das größte Auwaldgebiet Baden-Württembergs und ein wichtiger Naherholungsraum für die Bevölkerung sei. Hauptanliegen der Gruppe ist die Regelung der Wasserqualität sowie der Wassermenge. Sanfte Forstmaßnahmen, ein Naturlehrpfad, die Aufwertung des Grill- und Spielplatzes sind weitere Auszüge aus den vorgetragenen Ideen. Ein runder Tisch mit der Gewässerdirektion und allen notwendigen Vertretern wurde angeregt, da es einer zielgerichteten Absprache aller Beteiligten bedarf, um den Belangen von Mensch und Natur gerecht zu werden.

Im Bereich Nördlicher Ofenwisch ist die Verbindung der Mißmahl’schen Anlagen und des Hochwasserentlastungskanals mit der Donau über den bestehenden Damm geplant. Hier steht das Naturerleben des Naturschutzgebiets im Vordergrund. Daher sind Eingriffe in das Naturschutzgebiet nicht geplant, vielmehr soll es von außen erlebbar und die Natur begreifbar gemacht werden, ohne den Lebensraum zu stören. Dies konnte sich die „Ofenwisch-Gruppe“ unter anderem mit einem Aussichtsturm vorstellen.  

Für eine lebendige Altstadt und eine lebendige grüne Lunge der Stadt im Stadtgraben wurde die Idee des urbanen Waldes aufgegriffen, um Fußgänger auf attraktiven Wegen von und zu den einzelnen Plätzen zu leiten. Autofahrer hingegen müssen bereits an der Gammertinger Straße auf die attraktive Nähe des Parkhauses zum umgestalteten Stadtgraben und zur Altstadt hingewiesen werden. Der Stadtgraben selbst soll ein Mehrgenerationenerlebnis werden und Aufenthaltsqualität für alle schaffen. Spielelemente wie eine Tarzanseilbahn, mehr Zugänge zum einfacheren Erleben, Sitzgelegenheiten und ein Kräutergarten und weitere Ideen wurden hier genannt.

Die Teilorte wurden an einem gemeinsamen Tisch bearbeitet und so suchte man nach Gemeinsamkeiten wie zum Beispiel Vereine, Ehrenamt, Traditionen, Donau, Infrastruktur, Kirchen und Pfarrhäuser, die Verbindung der Kinder und Jugendlichen aus den Teilorten an den Schulstandorten, Einkaufen als Treffpunkt. Die Stärken und Möglichkeiten für jeden Teilort wurden analysiert und letztlich in gemeinsamen Ideen gebündelt. Hieraus resultierten beispielswiese die Inszenierung der bestehenden Ausblicke auf dem Österberg oder den Hängenden Gärten, Spielplätze am Radweg in allen Teilorten und noch nicht angeschlossene Teilorte mit anderen Themenwegen an den Radweg anzuschließen usw.